Von der AR-Planung zur Flächenberechnung: Drohnen auf der Baustelle
- Benedikt Rüdel

- 13. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Juli
Der Start eines neuen Bauprojekts ist ein entscheidender Moment. Bevor die großen Bagger anrollen und sich das Gesicht des Geländes täglich verändert, ist eine präzise Bestandsaufnahme unerlässlich. Für ein aktuelles Projekt im Raum Essen haben wir genau das übernommen: den ersten Drohnenflug zur professionellen Baustellendokumentation.
Dieser initiale Flug – oft auch „Nullmessung“ genannt – friert den Urzustand des Geländes digital ein und bildet die verlässliche Basis für alle kommenden Bauphasen. Wie effizient und digital dieser Prozess abläuft, zeigen die Aufnahmen unseres ersten Einsatzes.
Schritt 1: Smarte Flugplanung mit Augmented Reality
Die Präzision der Daten beginnt bereits vor dem eigentlichen Start. Auf dem großen Display unserer professionellen Fernsteuerung grenzen wir das zu befiegende Areal exakt ein.
Das Besondere dabei: Dank Augmented Reality (AR) wird uns die geplante Flugfläche als blaues Polygon direkt live in das Kamerabild projiziert. So sehen wir schon am Boden absolut sicher, dass wir exakt die relevanten Baugrenzen abfliegen und keine wichtigen Randbereiche vergessen. Anschließend übernimmt die Drohne den Flug vollautomatisch und scannt das Gelände zentimetergenau ab.

Bild 1: Volle Kontrolle vor dem Start: Die AR-Ansicht auf der Fernsteuerung projiziert das geplante Fluggebiet direkt in das Live-Bild der Kamera.
Schritt 2: Das digitale Geländemodell und exakte Flächenmaße
Nach der Landung werden die gesammelten Luftbilder zu einem hochauflösenden, georeferenzierten Orthofoto zusammengesetzt. Schon nach den ersten Erdarbeiten liefert diese 2D-Karte einen perfekten Überblick über das Baufeld. Fahrspuren der schweren Maschinen und erste Erdbewegungen sind detailliert zu erkennen.
Doch das Bild ist nicht nur zum Ansehen da – es ist voll messbar. In unserer Auswertungssoftware können wir beliebige Flächen, Distanzen oder auch Volumina (z.B. von Erdaushub) mit wenigen Klicks berechnen. In diesem Beispiel haben wir markante Teilflächen (wie etwa Materiallager oder kleine Baugruben) direkt digitalisiert und exakt vermessen – eine davon misst beispielsweise exakt 26,489 m².

Bild 2: Das digitale Orthofoto des Baugeländes. Markierte Teilflächen lassen sich direkt in der Software zentimetergenau vermessen (hier z. B. eine Fläche von 26,489 m²).
Fazit & Mehrwert für Bauleiter und Bauherren
Eine regelmäßige Begleitung der Baustelle aus der Luft durch Aerial Capture bietet unschlagbare Vorteile:
Lückenlose Historie: Der gesamte Baufortschritt wird transparent und beweissicher dokumentiert.
Präzise Massenermittlung: Erdaushub und Materiallager lassen sich digital vermessen, was die Abrechnung mit Subunternehmern erleichtert.
Effiziente Kommunikation: Bauleiter, Architekten und Investoren haben jederzeit einen aktuellen, objektiven Blick auf das Projekt – auch ohne vor Ort zu sein.
Suchen Sie einen zuverlässigen Partner für Ihre Baustelle? Wir begleiten Ihr Projekt vom ersten Spatenstich bis zur Schlüsselübergabe mit hochauflösenden Luftbildern und vermessbaren 2D/3D-Modellen. Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Konzept!





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